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Vergleich PKV und GKV

Aktuelle Tabelle

  PKV-Tarife GKV
I. Leistungsgrundsatz medizinische Notwendigkeit Leistungen müssen ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sein, sie dürfen das Maß des Notwendigen nicht überschreiten
II. Umfang des Versicherungsschutzes Freie Tarifwahl, vom Grundschutz bis zum Spitzenschutz Leistungen ganz überwiegend durch Gesetz vorgegeben, geringe Abweichungen zwischen Kassen möglich
III. Zukunftssicherheit Privatrechtliches Vertragsprinzip: Eingriffe in den Leistungsumfang weder durch Politik noch Versicherung möglich, lebenslange Garantie des versicherten Leistungsumfangs Gesetzgeber kann jederzeit den Leistungsumfang verändern
IV. Innovationen, medizinischer Fortschritt Innovationen und medizinischer Fortschritt sind Bestandteil des Versicherungsschutzes Neue Methoden und Verfahren sind nicht automatisch im im Leistungskatalog enthalten, z.B. muss für neue Therapien in der ambulanten Versorgung grundsätzlich eine Genehmigung vorliegen. Für neue Arzneimittel ist bspw. zukünftig eine Kosten-Nutzen-Bewertung vorgesehen.
V. Leistungen    
1. Arzt
  • Status als Privatpatient

  • vollständig freie Wahl unter allen ambulant tätigen Ärtzen, auch abulant tätigen Krankenhausärzten

  • Höhere Vergütung begünstigt Erbringung zeitintensiver Leistungen und rasche Terminvergabe

  • Arztwechsel jederzeit möglich

  • Vertragsärzte

  • eingeschränkte Inanspruchnahme von abulanten Leistungen im Krankenhaus

  • Praxisgebühr, mit Ziel der Bindung an den behandelnden Arzt für mindestens ein Quartal; bei Arztwechsel im Quartal ohne Überweisung wird Praxisgebühr erneut fällig

  • Budgets erschwerden zuweilen die Terminabsprache
  • 2. Arzneimittel
  • alle zugelassenen Arzneimittel im Rahmen der medizinischen Notwendigkeit

  • Erstattung in Höhe der tatsächlichen Preise

  • keine Arzneimittelbudgets
  • rezeptpflichtige Arzneimittel

  • nicht rezeptpflichtige Arzneimittel nur in Ausnahmefällen


  • keine Leistung bei geringfügigen Gesundheitsstörungen

  • Erstattung meist durch Festbeträge begrenzt

  • Rabattverträge legen fest, welche Medikamente erstattungsfähig sind

  • viele Regelungen zur wirtschaftlichen Verordnung von Arzneimitteln

  • hoher Anteil von Nachahmer- medikamenten gegenüber Originalpräparaten

  • Zuzahlungen* bis zu 10 Euro
  • 3. Heilpraktiker
  • tarifabhängig
  • nein
  • 4. Heilmittel
  • freie Wahl der Leistungsanbieter (z.B. Physiotherapie, Logopädie etc.)

  • individueller Umfang je nach medizinischer Notwendigkeit
  • freie Wahl der Leistungsanbieter

  • nur bei bestimmten Erkrankungen

  • Begrenzung der Verordnungsmenge auf den "Regelfall", besondere Mengenbeschränkungen z.B. für Massagen

  • Zuzahlungen:* 10% der Kosten und 10 Euro je Verordnung
  • 5. Hilfsmittel
  • tarifindividuelle Regelung
  • Leistung nach Hilfsmittelverzeichnis

  • Zuzahlung* von 5 bis 10 Euro

  • Anspruch auf Sehhilfen nur in Ausnahmefällen
  • 6. Krankenhaus
  • freie Krankenhauswahl

  • i.d.R. Chefarztbehandlung

  • i.d.R. Unterbringung im Ein- oder Zweibettzimmer
  • Mehrbettzimmer

  • Krankenahuswahl: Einweisung durch Arzt erforderlich; Patient ist an Einweisungsentscheidung gebunden

  • Zuzahlung* von 10 Euro/Tag (bis zu 28 Tage)

  • kein Anspruch auf Behandlung durch bestimmten Arzt
  • 7. Rehabilitation
  • i.d.R. begrenzt auf Anschlussheilbeahndlung

  • Ergänzung Kurtarife möglich
  • Anschlussheilbeahndlung, Zahlung* von 10 Euro/Tag (bis zu 28 Tage)

  • Rehabilitation, Zahlung* von 10 Euro/Tag
  • 8. Psychotherapie Unterschiedlicher Leistungsumgang je nach Tarif
  • Genehmigung nach Begutachtung

  • gesetzlich vorgegebener Leistungsumgang: bei definierter seelischer Krankheit und wenn Behanlungserfolg erwartet werden kann, ggf. Praxisgeführ
  • 9. Krankengeld In Dauer und Höhe (in der Regel bis zum Nettoeikommen) individuelle Tarifgestaltung 70 Prozent des Bruttoeinkommens bis zur Beitragsbemessungsgrenze (BBG; z.Z. 3.600 Euro mtl.), jedoch nicht mehr als 90 Prozent des Nettoeinkommens, abzüglich Beiträge zur Arbeitslosen- und Rentenversicherung
    10. Vorsorge Je nach Tarif; Früherkennung und Vorbeugung mindestens im Umgang der gesetztich eingeführten Vorsorgeprogramme gesetzlich eingeführte Vorsorgeprogramme
    11. Primärprävention**
  • 3,5 Mio. Euro für AIDS-Prävention/Jahr seit 2005

  • 10 Mio. Euro für Bekämpfung von Jugendalkoholmissbrauch/Jahr in Planung
  • 2,74 Euro pro Versicherten und Jahr für allgemeine Präventinsmaßnahmen

  • 0,51 Euro pro Versicherten/Jahr für Selbsthilfeorganistionen
  • 12. Impfungen In der Regel die Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) beim Robert Koch-Institut für Deutschland Empfehlungen der STIKO
    13. Zahnprophylaxe Individuelle Zahnprophylaxe, keine Gruppenprophylaxe Gruppenproghylaxe, eingeschränkte individuelle Prophylaxe für Kinder und Jugendliche, bei besonderen Befunden auch für Erwachsene
    14. Zahnbehandlung Versichert sind alle medizinisch notwendigen Leistungen unter Einschluss auch hochwertiger Behandlungsformen (z.B. Inlays). Grundversorgung (z.B. einfache Füllungsmaterialien)
    15. Zahnersatz Umfang des Versicherungsschutzes unterliegt individueller Gestaltung je nach Tarif, Erstattung in der Regel bis zu 80 Prozent Befundorienterte Festzuschlüsse für Standardversorgung. Mehrkosten für höherwertigen Zahnersatz sind privat zu zahlen.
    16. Kieferorthopädie Je nach Tarif, auch für Erwachsene Leistungspflicht für Kinder, in seltenen Fällen auch für Erwachsene
    17. Häusliche Krankenpflege Nur als Teil der ärztichen ambulanten Versorgung Behandlungspflege und ggf. hauswirtschaftliche Versorgung, wenn kein Angehöriger die Aufgaben übernehmen kann, Zuzahlung* von 10 Euro/Tag (max. 280 Euro)
    18. Haushaltshilfen keine Versicherungsleistung
  • Voraussetzung: Kind im Haushalt unter 12 Jahren

  • Zuzahlungen* von 10 Euro/Tag (max. 280 Euro)
  • 19. Mutter-Kind-Kuren keine Versicherungsleistung ja
    20. Empfängnisverhütung keine Versicherungsleistung für Frauen bis 20 Jahren
    21. Schwangerschaftsbruch i.d.R. nur bei medizinischer Indikation Erstattet wird bei nicht rechtswidrigem Schwangerschaftsabbruch
    22. Sterilisierung Wenn wegen Krankheit erforderlich Wenn bei Krankheit erforderlich
    23. künstliche Befruchtung 100% Kostenübernahme bei Verheirateten und bei Erfolgsaussicht 50prozentige Leistungspflicht bei Verheirateten in bestimmten Altersgrenzen, max. 3 Verscueh bei Erfolgsaussicht
    24. Fahrkosten
  • Rettungsfahrten

  • Krankenhausfahrten

  • ambulante Krankentransporte je nach Tarif
  • Rettungsfahrten

  • Krankenhausfahrten

  • ambulante Krankentransporte in Ausnahmefällen, Zuzahlungen* 5-10 Euro
  • 25. Palliativ- und Hospizversorgung ja ja
    26. Soziotherapie nur als ärztliche Leistung Ja, max. 120 Stunden in drei Jahren
    27. Versicherungsschutz im Ausland Heilbehandlungen in Europa, während des ersten Monats eine vorübergehenden Aufenthaltes im außereuropäischen Ausland auch dort Eingeschränkte Leistungen in der Europäischen Union (EU), der Schweiz und im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR).

    Stand: 30.05.2012 - Änderungen vorbehalten, für die Richtigkeit übernehmen wir keine Haftung

    Hinweise

    *  = Befreiung von Zuzahlungen wegen Überforderung möglich, Kinder sind grundsätzlich befreit
    ** = Leistungen mit gesamtgesellschaftlicher Wirkung, kein unmittelbarer Bezug zur versicherten Person